Baubiologische Messungen umfassen die folgenden fünf elektrischen Störfelder:

  1. Magnetisches Wechselfeld
  2. Elektrische Wechselfelder
  3. Elektromagnetische Felder und Wellen
  4. Elektrische Gleichfelder
  5. Magnetische Gleichfelder

1. Magnetisches Wechselfeld

Das magnetische Wechselfeld entsteht durch fließenden elektrischen Wechselstrom. Im Prinzip immer dann, wenn Verbraucher eingeschaltet sind und Strom fließt. Gemessen wird die Flussdichte des magnetischen Wechselfeldes mit der Maßeinheit Nanotesla (nT). Eher selten wird die Feldstärke in Ampere pro Meter (A/m) angegeben. Die Stärke des magnetischen Wechselfeldes ist abhängig von zum Beispiel:

  • dem Abstand zum Feldverursacher (Faustformel bei Hochspannungsleitungen: mindestens 1 m Abstand je kV)
  • der Höhe der Stromstärke
  • der Anordnung der Hin- und Rückleiter zueinander
  • Art, Qualität und Aufbau von Kabeln, Installationen und Geräten
  • den Ausgleichsströmen auf sanitären Rohren oder Schutzleitern

Die magnetischen Wechselfelder finden wir in verschiedenen Frequenzbereichen. Felder, durch den Hausstrom verursacht, messen wir im Bereich von 50 Hz, Bahnstrom mit 16,7 Hz und an Geräten auch in viel höheren Frequenzen. Dies ist bei der Messung immer zu beachten.

Es kann zu folgenden körperlichen Veränderungen kommen:

  • Erbgutveränderungen
  • Senkung der Melatoninproduktion
  • Schwächung des Immunsystems
  • Ohrensausen (Tinnitus)
  • Erhöhtes Krebsrisiko

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2. Elektrische Wechselfelder

Elektrokabel mit SteckerSteckdose

Diese finden wir überall dort, wo Wechselstrom verwendet wird und sobald Spannung an einer Stromleitung anliegt, egal ob Strom fließt oder nicht. Jedes unter oder auf Putz verlegte Kabel, jede Steckdose oder darin eingesteckte Geräte erzeugen und verbreiten diese Felder. Elektrische Wechselfelder lassen sich vermeiden oder abschirmen.

Folgen können sein:

  • Verspannungen
  • Schlaflosigkeit
  • Depressionen u. a.

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3. Elektromagnetische Felder und Wellen

DECT-Telefon

Baubiologisch entstehen elektromagnetische Strahlungen aus Mikrowellengeräten, aus Funk- und Radaranlagen, aus Mobilfunk sowie aus anderen schnurlosen Kommunikations-Technologien.

Fast jeder hat heutzutage mindestens ein Mobiltelefon, viele benutzen zudem auch zu Hause schnurlose DECT-Telefone und sogenannte WLAN-Geräte zum kabellosen Zugang für den PC oder Laptop ins Internet. Die Anwendungsbereiche für Schnurlostechnologien weiten sich immer mehr aus.

Bei all diesen Funktechniken werden Informationen durch gepulste Signale übertragen. Pulsungen werden benötigt, um mehr Daten gleichzeitig zu übertragen. Gepulste Strahlung-Wellen sind für Lebewesen besonders bedenklich, weil auch die Informationsübertragungen im Nervensystem in Kaskadenform, quasi gepulst, ablaufen. Dadurch ist jedes organische Nervensystem besonders anfällig für gleichgeartete Störfelder, wie sie eben durch hochfrequente, gepulste Strahlung erzeugt werden.

Gefahren:

  • Trübung der Augen
  • Senkung der Melatoninproduktion
  • Auswirkung auf Nebenniere, Blut (Geldrollenbildung), Zellwachstum

Eine Überblicksstudie der WHO weist Vieltelefonierer auf mögliches Krebsrisiko hin

Die Wissenschaftler formulieren vorsichtig: Vom Telefonieren mit dem Handy könnte eine Gesundheitsgefahr ausgehen, Handystrahlung sei »möglicherweise krebserregend« – zu diesem Schluss kommt eine Expertengruppe der Internationalen Agentur für Krebsforschung IARC in Lyon. Diese gehört zur Weltgesundheitsorganisation WHO.

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4. Elektrische Gleichfelder

Elektrische Gleichfelder sind den meisten Menschen in ihrer Ausprägung als statische Entladungen bekannt. Sie werden verursacht durch Synthetikgardinen, -teppiche, -vorhänge, -tapeten, -kleidung, Schuhe. Aufladungen haben einen sehr negativen Einfluss auf unsere Raumluft und unser Raumklima. Das Gleichgewicht der Ionenzahl unserer Raumluft wird zerstört, sowie gefährliche Stäube aufgewirbelt und konzentriert.

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5. Magnetische Gleichfelder

Das größte magnetische Gleichfeld auf der Erde ist das Magnetfeld unseres Planeten, dessen Ausrichtung man mit Hilfe von Kompassnadeln sichtbar machen kann. Das natürliche Magnetfeld auf der Erde beträgt circa 45.000 nT. Unser Körper hat sich seit Millionen von Jahren daran gewöhnt und angepasst. Technische Bauteile können aber unsere natürliche Magnetfeldorientierung stark beeinflussen, wie sie Stahlteile in Betten verursachen, z. B. Federkerne, Rahmen, Stahlarmierungen.

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