1. Was ist Schimmel?
  2. Ursachen für die Schimmelpilzbildung
  3. Verhinderung von Schimmelpilzbildung

Schimmelpilze im Haus schaden der Gesundheit!

Schimmelpilze belasten die Innenraumluft mit Sporen und gasförmigen Schadstoffen (MVOC). Manche dieser Gase können sogar direkte Vergiftungen verursachen. Die Sporen können pilzbedingte Krankheiten (Mykosen) und Allergien auslösen.

Mögliche Symptome für schimmelbedingte Krankheiten sind zum Beispiel:

  • ständige Müdigkeit
  • Hautjucken
  • ständige Ekzeme
  • ständig nässende Wunden
  • Blähungen
  • Verdauungsprobleme
  • Herzbeschwerden
  • Atemwegsprobleme
  • ständiger Husten
  • Augenreizungen
  • Konzentrationsstörungen
  • angegriffenes Immunsystem

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Was ist Schimmel?

Schimmelbefall

Schimmelpilz ist ein Sammelbegriff für Pilze, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden können und dadurch als Schimmelbelag sichtbar werden. Schimmel ist der umgangssprachliche Begriff für Schimmelpilze. Diese sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt und normalerweise harmlos.

Übersteigt allerdings die Schimmelpilzkonzentration in Räumen ein bestimmtes Maß, so kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen für den Menschen kommen. Eindeutige Zusammenhänge zwischen Schimmelpilzbelastungen und Atemwegserkrankungen beziehungsweise Allergien wurden in einer Vielzahl von Studien bestätigt. In den letzten Jahren haben Allergien und ähnliche Erkrankungen stetig zugenommen. Obwohl viele Untersuchungen durchgeführt und Verbesserungen erreicht wurden, ist der Trend der Verdoppelung von Allergieerkrankungen etwa alle 10 bis 15 Jahre immer noch ungebrochen.

Alleine in Deutschland ist die Zahl der Allergiker auf über 30 Millionen Mitbürger angestiegen, wovon allein circa 30 % von einer Schimmelpilzallergie betroffen sind, dicht gefolgt mit 20 % Hausstaub– und Milbenallergien.

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Ursachen für die Schimmelpilzbildung

Das Schimmelpilzwachstum im Innenraum wird hauptsächlich durch vier Faktoren bestimmt:

  1. Feuchtigkeit:
    • Feuchte aus der Raumluft, relative Luftfeuchtigkeit zu hoch >70 %
    • zu hohe Feuchteabgabe im Raum
    • falscher Luftaustausch mit Nachbarräumen
    • zu geringe Luftwechselrate
    • zu niedrige Raumlufttemperaturen
    • wenn die Oberflächentemperatur zu niedrig ist
    • von außen eindringendes Wasser
    • Tauwasser im Bauteil
    • Wasser aus dem Gebäudeinneren
    • Neubaufeuchte
  2. SchimmelmessungNährstoffangebot:
    • Holz, Spanplatten
    • Papier, Pappe, Karton (auch Gipskarton)
    • Tapeten, Tapetenkleister
    • Kunststoffe, Folien, Gummi, Silikon
    • Teppichböden, Kleber für Fußbodenbelag
    • Farben, Lacke
    • Leder
  3. Temperatur:
    • Mesophile Schimmelpilze, sie benötigen eine Temperatur von 25–30° C
    • Thermotolerante Schimmelpilze (30–40° C)
    • Thermophile 35–55° C (Aspergillus fumigatus)
  4. pH–Wert des Nährbodens
    • optimaler Bereich pH 5–7
    • insgesamt pH 2–11

Oftmals entwickeln sich Schimmelpilze im Verborgenen. Sie werden deshalb als mögliche Ursache von gesundheitlichen Beschwerden der Bewohner und Benutzer – die sehr verschieden sein können – zunächst nicht in Betracht gezogen.

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Tipps zur Verhinderung von Schimmelpilzbildung

  • Schimmelbildungdie relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 % liegen
  • man sollte unterschiedlich geheizte Räume geschlossen halten
  • die Luftwechselrate sollte mindestens 3–4 Mal täglich erfolgen (Stoßlüften)
  • Oberflächentemperatur der Wände darf nicht zu niedrig sein
  • Neubaufeuchte beachten
  • Abstand der Möbel zu den Außenwänden
  • nach dem Duschen und Kochen immer gut lüften
  • Wäsche nicht in der Wohnung trocknen
  • Vermeidung von Wärmebrücken
  • Lüften Sie auch bei Regenwetter

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