DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications, ein Gerätestandard für schnurlose Festnetztelefone. Menschen, die DECT–Telefone über einen Festnetzanschluss nutzen, wollen ohne Einschränkungen durch das Kabel eines schnurgebundenen Telefons telefonieren. Es besteht keine Kabelverbindung. Eine Funkverbindung zwischen Handapparat und der Basisstation wird mittels gepulster hochfrequenter elektromagnetischer Wellen erzeugt. Diese Technik ermöglicht es sich an Plätzen aufzuhalten, die sich z. B. außerhalb der Wohnung befinden. Das Telefonieren funktioniert sogar noch bis in 300 Metern Entfernung zur Basisstation laut einiger Hersteller.

Dieses ermöglicht einem während eines Telefongespräches auch gleichzeitig andere Dinge zu verrichten wie z. B. kochen, bügeln oder Unkraut jäten. »Vom Gefühl ganz zu schweigen, bei einem längeren Gespräch der gepulsten hochfrequenter elektromagnetischer Wellen ausgesetzt zu werden, ist es mir wichtig meinem Gesprächspartner am Telefon mit ganzem Ohr zuzuhören, und nicht abgelenkt zu werden, in dem ich gleichzeitig andere Dinge erledige«, so Münstermann.

Der Baubiologe Münstermann weist auf mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen hin, die durch hochfrequente Strahlung zu Symptomen wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Blutdruckstörungen, Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen u. a. führen können. »Bei meinen Schlafplatzuntersuchungen muss ich leider oft feststellen, dass die schnurlosen Telefone immer wieder Probleme bereiten. Gemessene Werte von mehr als 1000 µw/m² (Baubiologische Richtwerte für Schlafbereiche SBM–2008 extreme Belastung) sind nicht selten. Hier sollte nach dem SBM 2015 der gemessene Wert zwischen 0,1 und 10 µw/m² liegen«.

Heute bietet der Markt auch Geräte an, die nur dann strahlen, wenn auch tatsächlich telefoniert wird. Viele Hersteller versprechen dieses, doch nur wenige halten es ein. Bei Geräten die einen ECO–Modus besitzen, muss dieser bei der Erstinbetriebnahme eingestellt werden. Wenn ein Stromausfall war, muss dieser Modus wieder aktiviert werden. In den meisten Fällen denkt aber keiner mehr daran.

Bemerkenswert ist, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Mobilfunkstrahlung in 2011 in die Gruppe 2 (möglicherweise krebserregend für Menschen) eingestuft hat.

»Meine Empfehlung ist auf ein DECT–Telefon zu verzichten. Beim Kauf eines schnurgebundenen Telefons muss darauf geachtet werden, dass hier kein integrierter Sender für die Erweiterungsmöglichkeiten von schnurlosen Handgeräten vorhanden ist.«

Möchte man dennoch nicht auf ein schnurloses Telefon verzichten, so sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die hochfrequente Strahlung während des Telefonierens reduziert wird, und dass die hochfrequente Strahlung nach Beendigung des Telefongespräches zu 100 % abgeschaltet wird.

Eine gute Adresse für kostenlosen telefonischen Rat und bei Bedarf Begutachtungen durch fachkundige unabhängige Sachverständige sind die Beratungsstellen von BIOLYSA e. V. Deren Baubiologen sind bundesweit tätig. Info–Telefon: 0700–246 597 238, Verbindungskosten aus dem Festnetz: 14 Cent/Min. biolysa.de